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Murmur (Mumble Server) installieren und einrichten

Was ist Murmur / Mumble?

Mumble Logo

Mumble ist eine opensource Teamspeak Alternative, die man privat gratis nutzen kann und sehr zuverlässig funktioniert. Den Server nennt man Murmur.

Dies ist eine Anleitung für den Mumble Server / Murmur. Für den Client empfehle in Ubuntu die Hersteller PPAs einzubinden (Hier ist der Link für die Anleitungen wie man das in verschiedenen Linuxvarianten macht), da die neueste Version einiges neuer ist als die in den offiziellen Paketlisten enthaltene. Unter Ubuntu > Mumble installieren und einrichten hat es eine Anleitung um den Client einzurichten, wo auch das mit den PPAs gemacht wird.

Voraussetzungen

Dokumentation

Mehr Infos über Mumble, den Mumbleserver Murmur und die Einstellungen dafür findet man wenn man hier klickt.

Installation

Bitte ein Terminal öffnen und diese Befehle ausführen:

Paketquellen aktualisieren, damit man nachher die neueste Mumble-Server version herunterladen kann:

sudo apt-get update

Mumble-Server installieren:

sudo apt-get install mumble-server

Jetzt wird der Mumble-Server installiert. Eventuell muss man noch mit (Y)es oder (J)a antworten, damit die Installation fertiggestellt wird.

Mumble-Server konfigurieren

Dieser Befehl konfiguriert das Mumble-Server Paket:

sudo dpkg-reconfigure mumble-server

Jetzt wird der Bildschirm blau und es werden einige Fragen gestellt. Ich beantworte die Frage
"Autostart Mumble-Server on boot?" mit Yes
damit der Server jedesmal wenn der Computer hochgefahren wird automatisch gestartet wird.
Die nächste Frage
"Allow Mumble-Server to use higher priority?" beantworte ich ebenfalls mit Yes
damit dem Mumble-Server mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt wird. Wenn man noch andere wichtige Dienste auf der Maschine am laufen hat, kann es hilfreich sein, hier No zu wählen, damit die anderen Dienste nicht weniger performant laufen.

Jetzt kommt der wichtigste Teil:
Ein Administratorpasswort (in Mumble heisst der SuperUser) setzen!
Der Administrator wird verwendet um den Server einzurichten. Er hat keine Rechte um wie die anderen Benutzer zu sprechen, darum loggen wir nur zur Konfiguration eines weiteren Administrators mit dem Administrator ein und brauchen ihn nachher nur noch in Notfällen, da wir unseren eigenen Hauptbenutzer als Administrator einrichten.

Jetzt erscheint eine Wand voll Text auf dem Bildschirm. Das ist normal und muss man durchlaufen lassen.

Server-Konfiguration

Für die Konfiguration des Servers gibt es die Datei /etc/mumble-server.ini. Sie ist dank guten Kommentaren (in Englisch) selbsterklärend.
Eine Dokumentation der Einstellungen gibt es unter Servereinstellungen für Mumble-Server (Murmur).

Die wichtigsten Punkte erkläre ich hier kurz. Sie sind geordnet nach Vorkommen im .ini, aber es kann dazwischen noch einige andere Variablen haben:

Variable Wert (Standardwert) Beschreibung
logdays -1 (31) Ich setze hier den Wert auf -1, damit kein Log geschrieben wird, da auf dem PI die Schreibvorgänge minimiert werden sollten (SD Karte!)
boot true (false) Mit true wird der Server beim Hochfahren des Computers gestartet. Mit false muss er manuell gestartet werden
host 192.168.0.XXX (auskommentiert mit #) Hier gebe ich die interne IP des Servers an, da somit das Problem behoben wird dass der Mumbleclient ewig hat zum einloggen. Kann man aber wenn man keine Probleme hat auskommentiert lassen
port 64738 (64738) Hier kann man den Port den der Server verwenden soll angeben
serverpassword XXXX (Keins) Hier kann man das Passwort für unregistrierte Benutzer angeben. Registrierte Benutzer müssen das Passwort nur einmal eingeben
users 12 (1000) Die Anzahl der zugelassenen Benutzer. Bei mir auf 12, da ich nie mehr Benutzer gleichzeitig online habe
welcometext Willkommen auf meinem Server (Welcome to this server) Hier kann man angeben welche Nachricht erscheinen soll, wenn ein Benutzer den Server betritt. Eingeschlossen in Anführungszeichen kann auch ein Mehrzeiliger Text verwendet werden. HTML Tags funktionieren
registername Easelee's Mumble Server (auskommentiert mit #) Hier kann man angeben wie der Server heisst. Wird so im LAN-Bereich des Clients direkt angezeigt und der Hauptkanal von dem Server heisst automatisch so

Damit die Änderungen an der Konfiguration wirksam werden, muss der Mumble-Server neugestartet werden:

/etc/init.d/mumble-server restart

Es ist allerdings nur möglich, einen einzelen Server auf der gleichen Maschine mit dieser Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Ich gehe nicht darauf ein, wie man mehrere virtuelle Server erstellt.

Wo liegen die Daten?

Beschreibung Datei
Datenbank /var/lib/mumble-server/mumble-server.sqlite
Konfiguration /etc/mumble-server.ini
Logdatei /var/log/mumble-server/mumble-server.log

Wie funktionieren die Zertifikate wenn man kein gekauftes, geprüftes hat?

Wenn Murmur in Betrieb genommen wird, wird automatisch ein privates Serverzertifikat generiert, dass die Clients dann annehmen können.

Der Server ist jetzt fertig eingerichtet und betriebsbereit.

Mumble-Server testen und eigenen Benutzer als Admin einrichten

Ab jetzt erfolgt die Konfiguration des Servers im eigentlichen Mumble-Client auf dem eigenen Computer.

Fertig!
Jetzt kann man wieder als normaler Benutzer einloggen und sich um die Berechtigungen und Einstellungen kümmern. Testweise kann man einen Kanal erstellen, um herauszufinden ob die Berechtigungen funktionieren.

Port Forwarding

Damit der Mumble-Server aus dem Internet erreichbar ist muss noch eine Routerregel eingerichtet werden für Port 64738.
Da das je nach Router anders gemacht wird, bitte eine Anleitung googlen.
Trotzdem hier ein Bild wie die Regel auf meinem Router (D-Link Dir-645; Advanced -> Virtual Server) für den Port 80 (Web) und Port 21 (FTP) aussieht:

port_21_ftp

Infos zum Dokument
Author: Christoph Iseli
Datum: 25.09.2013

2 Kommentare

#1 Von Easelee in Jona am 17.10.2013 um 10:14 Uhr

Der Mumbleserver läuft bei mir auf meinem einen Raspberry PI seit Wochen sehr stabil und schnell. Diese Lösung ist also eine sehr preiswerte Alternative zu einem gekauften TS oder Ventrilo Server.

Mein Server wird momentan nur von maximal 4 Personen gleichzeitig benutzt, aber ich konnte keine Probleme feststellen. Vielleicht kann ich den Server in Zukunft mal mit mehr als den 4 Personen ausprobieren bei Gelegenheit.

#2 Von Easelee in Jona am 17.1.2014 um 16:34 Uhr

Der Server läuft auch mit 6 Personen einwandfrei und braucht nicht sehr viel Leistung. Ich bin begeistert!

Edit: Zu 10 hat es auch noch einwandfrei funktioniert! Smiley fest lachend

Edited: am 12.4.2017 um 23:50 Uhr

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