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Filesystem Hierarchy Standard (FHS)

Was ist der Dateisystem Hierarchy Standard?

Der Filesystem Hierarchy Standard (FHS) ist eine Richtlinie für die Verzeichnisstruktur unter Unix-ähnlichen Betriebssystemen, wie zum Beispiel auch Linux oder Android.
Android entfernt sich momentan immer mehr von dem Standard, deshalb gilt das je mehr Zeit vergeht je weniger für Android. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die Androidentwickler in Zukunft radikale Änderungen umsetzen werden.

Der Standard richtet sich an Softwareentwickler, Systemintegratoren und Systemadministratoren. Er soll die Interoperabilität von Computerprogrammen fördern, indem er die Lage von Verzeichnissen und Dateien vorhersehbar macht. Die Entwicklung dieser Richtlinie begann im August 1993 und war zunächst nur auf Linux bezogen. Seit Anfang 1995 trugen Entwickler von BSD dazu bei, einen umfassenden Standard für alle Unix-ähnlichen Systeme zu schaffen.

Dateisystemaufbau gemäss FHS

Ausführliche Infos

Ausführliche Infos findest Du wenn Du hier klickst.
Wenn Du hier klickst kommst Du auf das englische Equivalent, dass meiner Meinung nach logischer ist als die deutsche Variante.

Zudem kann man diese Infos auch direkt im System anzeigen, wenn man folgenden Befehl eingibt:

man hier (hier für Hierarchy)

Hauptverzeichnisse

Verzeichnis Beschreibung
/ Stamm- oder Rootverzeichnis der gesamten Verzeichnisstruktur
/bin Essentielle Kommando Binärdateien (=ausführbar), die im single user Modus für alle Benutzer verfügbar sein müssen. Beispiele: cat, ls, cp, chmod
/boot statische Dateien des Bootloaders
/dev Gerätedateien / Essentielle Geräte. Zum Beispiel /dev/null
/etc Host-spezifische Systemkonfigurationsdateien
/etc/opt Konfigurationsdateien für /opt/
/etc/sgml Konfigurationsdateien für SGML
/etc/X11 Konfigurationsdateien für das X Window System, version 11
/etc/xml Konfigurationsdateien für XML
/home (auch ~ ) "Heimatverzeichnis" der Benutzer mit gespeicherten Dateien, Persönliche Einstellungen etc.
/lib Essentielle Bibliotheken (Libraries) für die Binärdateien in /bin und /sbin
/media Mountpunkte für auswerfbare Datenträger wie CD-ROMs. Ab FHS-2.3 spezifiziert
/mnt Temporär gemountete Laufwerke.
Permanent gemountete Dateisysteme die nicht zum Betriebssystem gehören (z.B. zweite Festplatten) mountet man normalerweise hier
/opt Optional application software packages
/proc Virtuelles Dateisystem das Informationen über Prozesse und Kernelinformationen als Dateien zur Verfügung stellt. Infos: Hier klicken
/root Heimatsverzeichnis für den Benutzer Root
/sbin Essentielle Systembinärdateien. Zum Beispiel init, ip, mount. Heute wird in /sbin oft ein Link auf /bin gesetzt
/srv Daten für Systemdienste (Server)
/tmp Temporäre Dateien (siehe auch /var/tmp). Oft werden die Daten nicht behalten zwischen Neustarts.
/usr Zweite Verzeichnisebene für "nur-lesen" Benutzerdaten. Die meisten der (Multi-)Benutzer Werkzeuge und Anwendungen sind hier enthalten.
/usr/bin Nicht-essentielle Kommando-Binärdateien (werden im single user mode nicht gebraucht) für alle Benutzer. Wird oft mit /bin verlinkt
/usr/include Standard include Dateien
/usr/lib Bibliotheken für die Binärdateien in /usr/bin und /usr/sbin
/usr/local distributionsunabhängige lokale Hierarchie. Hier kann und soll die lokale Systemadministration Programme und Daten ablegen, die von der entsprechenden Distribution des jeweiligen Systems unabhängig installiert worden sind, wie etwa selbstkompilierte oder unabhängig von der Distribution heruntergeladene Programme und Dateien. Den Installationsmechanismen der betreffenden Distribution ist es ausdrücklich untersagt, diese Verzeichnisstruktur zu berühren. Die Gestaltung der internen Struktur von /usr/local obliegt der lokalen Systemadministration und ist vom FHS nicht vorgegeben.
/usr/sbin Nicht-essentielle System-Binärdateien. Zum Beispiel deamons für verschiedene Netzwerkdienste
/usr/share Architekturunabhängige Daten (shared = geteilt)
/usr/src Quelltext (Sourcecode). Zum Beispiel den Kernelcode mit den Header-Dateien
/usr/X11R6 X Window System, Version 11, Release 6.
/var Variable Dateien bei denen erwartet wird dass der Inhalt ständig wärend eines normalen Betriebs des Systems ändert. Zum Beispiel log Dateien, Spool Dateien und temporäre e-mail Dateien.
/var/cache Anwendungs cache Daten. Solche Daten sind lokal generiert als ein Resultat von Zeitaufwändigen E/A oder berechnungen
/var/lib Status Information. Fest gespeicherte Daten die von Programmen verändert werden wärend sie laufen. Zum Beispiel Datenbanken, Paket System Metadaten usw.
/var/lock Verzeichnis für Lock-Dateien zur Prozesssynchronisation
/var/log Diverse Log-Dateien
/var/mail Postfächer der Benutzer (Mailboxes; Oft als Link zu /var/spool/mail)
/var/run Informationen über das laufende System seit dem letzten Neustart. Zum Beispiel die momentan eingeloggten Benutzer und laufenden Dienste
/var/spool Verzeichnis für abzuarbeitende Warteschlangen (Druckaufträge, E-Mail-Versandaufträge, ...)
/var/spool/mail Benutzerpostfachdateien
/var/tmp Temporäre Dateien, die zwischen den Neustarts behalten werden

Infos zum Dokument
Author: Christoph Iseli
Datum: 04.07.2013
Letzte Änderung: 26.01.2016

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